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Der agroPreis 2021 ist vergeben!

Der begehrte agroPreis 2021 sowie drei weitere Preise wurden am 4. November im festlichen Rahmen anlässlich der Preisverleihung im Kursaal Bern vergeben. Seit 29 Jahren prämiert diese einzigartige Auszeichnung innovative Projekte aus der Schweizer Landwirtschaft und fördert so die Entwicklung neuer Marktideen und die Kreativität Schweizer Landwirte. Denn wer heute nicht voraussieht, wird langfristig ein Problem haben.

Insgesamt wurden 58 Projekte aus verschiedenen Themenbereichen und Regionen der Schweiz für den Innovations-Wettbewerb eingereicht. Gewinner des mit 20’000 Franken dotierten Hauptpreises der emmental versicherung ist das Projekt «Mit Beeren Terrassen rekultivieren» von Nicolò Paganini und Marco Triacca aus Campascio (GR).

Die rund 600 geladenen Gäste aus Landwirtschaft, Wirtschaft und Politik erlebten heute eine eindrückliche und stimmungsvolle agroPreis-Verleihung 2021. Die Jury hatte im Vorfeld fünf Projekte nominiert und mit je 5‘000 Franken ausgezeichnet. Mit originellen, humorvollen und informativen Präsentationen kämpften die Projektteams an der Preisverleihung um die Gunst der Jury und des Publikums. Dass ein grosses Potenzial an zukunftsorientierten und neuen Ideen vorhanden ist, beweisen die diesjährigen Gewinner, die unter der Moderation von Janine Geigele die begehrten Preise entgegennehmen durften.


agroPreis 2021 der emmental versicherung (Preissumme: Fr. 20’000.-)

Durch die Fachjury mit dem agroPreis 2021 ausgezeichnet wurde:
 

Mit Beeren Terrassen rekultivieren
Nicolò Paganini und Marco Triacca, Campascio (GR) coltiviamo-sogni.ch
 

Im Puschlav haben sich Nicolo Paganini und Marco Triacca in den letzten 20 Jahren als Beerenproduzenten etabliert. Wegen der Abgeschiedenheit des Tals wird die Zusammenarbeit mit anderen Betrieben vorangetrieben. Im Tal mit knapp 5000 Einwohnern gibt es noch 120 Landwirtschaftsbetriebe. Dazu gehören auch Nicolò Paganini und Marco Triacca, die sich auf die Produktion und Verarbeitung von Beeren spezialisiert haben. Seinen Anfang nahm das Projekt vor 21 Jahren. Weil er über kein Land verfügte, fragte er Nachbarn, ob er ihre Parzellen, meist Hausgärten, nutzen dürfe. 2010 kehrte Marco Triacca zurück ins Tal und half mit, den Betrieb zu vergrössern und zu optimieren. Neben den Hausgärten begannen sie auch, verwaldete Terrassen zu rekultivieren. Die Fläche ist auf rund 10 Hektaren angewachsen, diese verteilen sich auf 70 Parzellen. Die kleinste misst nur 50, die grösste 5000 Quadratmeter. Um die 60 Tonnen Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren zu vermarkten, haben die beiden die Piccoli Frutti Valposchiavo GmbH gegründet. 40 Prozent der Beeren werden zu Säften, Konfitüren oder Sirup bearbeitet. Zum Betrieb gehört auch ein agrotouristisches Angebot, das Coltiviamo Sogni, mit 4 Zimmern und ein Rebberg von 3,5 ha im nahen Veltlin (I).


Leserpreis der Medienpartner «Schweizer Bauer» und «Terre & Nature» (Preissumme: Fr. 3’000.-)

Der Leserpreis, welcher durch die Leser von «Schweizer Bauer» sowie «Terre & Nature» vergeben wurde, ging auch an:

Mit Beeren Terrassen rekultivieren
Nicolò Paganini und Marco Triacca, Campascio (GR) coltiviamo-sogni.ch
 


Saalpreis (Preissumme: Fr. 2’000.-)

Ebenfalls der Saalpreis, welcher die anwesenden Gäste vergaben, ging an:

Mit Beeren Terrassen rekultiviert
Nicolò Paganini und Marco Triacca, Campascio (GR) coltiviamo-sogni.ch
 


Spezialpreis des Schweizerischen Landmaschinen-Verbandes (SLV) (Preissumme: Fr. 5’000.-)

Der Spezialpreis SLV wird durch eine separate Jury des Schweizerischen Landmaschinen-Verbandes vergeben.

Pick-Up Bandschwader mit Vakuumeffekt
Ulrich Mettler, Urnäsch
 

Ulrich Mettler hat bereits langjährige Erfahrungen mit Innovationen im Landwirtschaftsbereich. Unter anderem stehen über 900 «Mettler Silos» in Scheunen in der ganzen Schweiz. Der Tüfteler Ulrich hat mit seinem eingespielten Team den Pick-Up Bandschwader mit Vakuumeffekt entwickelt, weil er die bisher bekannten Schwader-Systeme für steile Handlagen unbefriedigend fand.

Es handelt sich um einen neuartigen Pick-Up Bandschwader. Er wird an der Fronthydraulik von Hanggeräteträgern (Zweiachsmähern) angebaut. Der Antrieb erfolgt über die Frontzapfwelle und Hydromotor. Das spezielle Förderband kann sowohl bezüglich der Drehrichtung und Umlaufgeschwindigkeit stufenlos variiert werden. Dank den im speziellen Netzgewebe-Förderband integrierten Ventilatoren wird auf der Oberseite ein kräftiges Vakuum erzeugt. Dadurch wird sowohl feuchtes Silogras als auch trockenes Raufutter auf dem Förderband «festgehalten» und kann selbst in steilen Hanglagen hangaufwärts zu einem sauberen Schwad geformt werden. Die Abluft auf der Unterseite des Förderbandes wird einerseits zum Ausblasen des Förderbandes und anderseits zur Unterstützung der Futterübergabe vom Pick-Up auf das Förderband verwendet. Das dreiteilige Pick-Up garantiert zudem eine sehr gute Bodenanpassung, was zu einer sauberen Futteraufnahme führt. Das Nachrechen von Hand entfällt.

Quelle: https://www.emmental-versicherung.ch/de/emmental-versicherung/newsroom/medienmitteilung?filterCategory=7&newsid=44

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