Anpassung der Umwandlungssätze in der beruflichen Vorsorge

 

Basel, 26. Januar 2021. Der politisch festgelegte Umwandlungssatz f√ľr die Verrentung des obligatorischen Altersguthaben entspricht nicht mehr der gestiegenen Lebenserwartung und den makro√∂konomischen Bedingungen. In der anhaltenden Tiefzinssituation erschweren diese regulatorischen Vorgaben die Erwirtschaftung der notwendigen Renditen, wodurch Pensionskassen zunehmend unter Druck geraten. Die Baloise steht nach wie vor zum Modell der Vollversicherung im BVG. Um aber die Umverteilung von den Aktiven zu den Pensionierten zu reduzieren und die Renten langfristig zu sichern, ist eine schrittweise Senkung der Umwandlungss√§tze bis 2023 notwendig.

 

Die Basler Versicherungen stehen mit ihren B√Ęloise-Sammelstiftungen weiterhin zum Vollversicherungsmodell in der beruflichen Vorsorge, denn dieses Modell stellt f√ľr einen grossen Teil der Schweizer Wirtschaft die angemessene L√∂sung dar; gem√§ss Sch√§tzungen des SVV verf√ľgt rund jeder dritte Arbeitgeber √ľber eine Vollversicherungsl√∂sung. Jedoch muss die Baloise aufgrund der Versch√§rfung der Rahmenbedingungen und der anhaltenden Tiefzinssituation die Ausgestaltung der Beruflichen Vorsorge anpassen. Seit Jahren ringt die Politik um eine mehrheitsf√§hige L√∂sung zur nachhaltigen Stabilisierung der Altersvorsorge. Ende November letzten Jahres hat der Bundesrat seine Botschaft zur Reform der beruflichen Vorsorge ver√∂ffentlicht. Im Zentrum steht die Senkung des Umwandlungssatzes auf 6 Prozent. Mit dieser und weiteren Massnahmen sollen die Renten gesichert, die Finanzierung gest√§rkt und die Absicherung von Teilzeitbesch√§ftigen verbessert werden. Das Parlament wird die Botschaft noch in diesem Jahr diskutieren und es ist zu hoffen, dass rasch eine tragf√§hige L√∂sung gefunden wird. Unabh√§ngig davon, ist ein Handlungsbedarf angezeigt.

 

Senkung des Umwandlungssatzes

 
Der politisch festgelegte Umwandlungssatz, mit dem die Verrentung des obligatorischen Altersguthaben berechnet wird, wurde letztmals 2005 ver√§ndert. Er entspricht mittlerweile jedoch nicht mehr der gestiegenen Lebenserwartung. Dadurch wird die oft kritisierte, unsolidarische Umverteilung von den Erwerbst√§tigen zu den Rentenbeziehenden weiter zunehmen. Um dieser Umverteilung entgegenzuwirken und mehr Gerechtigkeit f√ľr die aktiven Versicherten zu schaffen, senkt die Baloise die Umwandlungss√§tze schrittweise bis 2023. Dabei wird weiterhin das sogenannte «Splittingmodell» genutzt, wobei die Altersrente transparent getrennt nach Altersguthaben aus obligatorischen beziehungsweise √ľberobligatorischen Sparbeitr√§gen berechnet wird. Das gesetzliche Minimum wird jeweils in jedem Fall garantiert. Sollte dieses im Einzelfall mit den neuen Umwandlungss√§tzen rechnerisch nicht erreicht werden, stockt die Baloise die jeweilige Altersrente entsprechend auf und erbringt die garantierten Mindestleistungen.

Quelle: https://www.baloise.com/de/home/news-stories/news/medienmitteilungen/2021/anpassung-der-umwandungssaetze-in-der-beruflichen-vorsorge.html